Was ist ein ischämischer Schlaganfall?
Neurologisches Rehabilitationszentrum NORMAN
Therapieergebnisse
Patienten sprechen über uns

Ein ischämischer Schlaganfall wird von der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization - WHO) definiert als:
„a clinical syndrome consisting of rapidly developing clinical signs of focal (or global in case of coma) disturbance of cerebral function lasting more than 24 hours or leading to death with no apparent cause other than a vascular origin.”
Der ischämische Schlaganfall ist – frei übersetzt – eine Erkrankung, die durch das plötzliche Auftreten fokaler oder globaler klinischer Symptome gekennzeichnet ist, die länger als 24 Stunden anhalten oder unmittelbar zum Tod führen und auf vaskuläre Ursachen zurückgehen. Die daraus entstehenden Defizite erfordern anschließend die Einleitung individueller neurologischer Rehabilitationsprogramme.
Zu betonen ist, dass es sich um eine gemeinsame Definition für den ischämischen Schlaganfall und den hämorrhagischen Schlaganfall, also die Hirnblutung, handelt. Da die WHO-Definition nicht zwischen den Schlaganfallformen und erst recht nicht zwischen ihren Untertypen unterscheidet, wurden in der Praxis klinische und pathophysiologische Klassifikationen eingeführt.
Ischämischer Schlaganfall – Klassifikation
Die gebräuchlichste Klassifikation ischämischer Schlaganfälle geht auf das Oxfordshire Community Stroke Project (OCSP) zurück. Danach unterteilt sich der ischämische Schlaganfall in:
- lakunären Infarkt,
- Infarkt des gesamten vorderen Hirngefäßgebiets,
- Infarkt eines Teils des vorderen Hirngefäßgebiets,
- Infarkt des hinteren, vertebrobasilären Hirngefäßgebiets.
Ischämischer Schlaganfall – Symptome
- Asymmetrie im Gesicht, erkennbar an einem herabhängenden Mundwinkel,
- verwaschene Sprache,
- Schwierigkeiten beim Lächeln,
- Gleichgewichts- und Gangstörungen.
Ischämischer Schlaganfall – die häufigsten Defizite infolge eines ischämischen Schlaganfalls
- Lähmung oder Parese des Arms und der Hand,
- spastische Muskelspannung,
- Sensibilitätsstörungen,
- Sprachstörungen, die eine logopädische Rehabilitation erfordern,
- Sehstörungen.
Ischämischer Schlaganfall – Risikofaktoren für einen Schlaganfall
| Nicht beeinflussbar | Beeinflussbar |
|---|---|
| Höheres Lebensalter (das Risiko steigt mit dem Alter) | Sozialer Status, Beruf, Einkommen und Lebensstil |
| Männliches Geschlecht | Adipositas |
| Ethnische Zugehörigkeit | Geringe oder fehlende körperliche Aktivität |
| Genetische Veranlagung | Tabakkonsum |
| Übermäßiger Alkoholkonsum | |
| Unkontrollierter Bluthochdruck | |
| Diabetes | |
| Erhöhter Cholesterinspiegel | |
| Frühere Schlaganfälle oder TIA | |
| Arteriosklerose | |
| Vorhofflimmern | |
| Herzfehler |
Lesen Sie auch
Sprachverlust nach einem Schlaganfall. Aphasie und die Rolle des Logopäden in der Therapie.
Die Aphasie nach einem Schlaganfall ist der Verlust der Fähigkeit, Sprache zu verstehen und zu bilden. Wir erklären die Aphasieformen, die Rolle des Logopäden und die Richtungen der Rehabilitation.
Weiterlesen →
Kann jeder Schlaganfall-Patient rehabilitiert werden?
Ob eine Rehabilitation nach einem Schlaganfall möglich ist, hängt vom Gesundheitszustand des Patienten, der seit dem Ereignis vergangenen Zeit und der richtigen Wahl der Therapie ab. Wir erklären, wann eine Rehabilitation möglich ist und wie man den passenden Behandlungsweg findet.
Weiterlesen →
Wann sollte die Rehabilitation nach einem Schlaganfall beginnen?
Die frühe Rehabilitation nach einem Schlaganfall beginnt in der Regel bereits auf der neurologischen Station, doch ihr Umfang und ihr Tempo hängen stets vom Zustand des Patienten und von der Entscheidung des Arztes ab.
Weiterlesen →
Schlaganfall – Hirnareale und Folgen der Hirnschädigung.
Das Gehirn ist der Ursprung unserer Identität, unseres Verstandes und unserer Gefühle. Hier finden Sie einen kurzen Wegweiser durch die Hirnareale und die Defizite, die durch ihre Schädigung infolge eines ischämischen Schlaganfalls entstehen.
Weiterlesen →
Schlaganfall – Emotionen, Stimmung, Depression
Ein Schlaganfall kann Hirnstrukturen schädigen, die für die Regulation von Emotionen und Stimmung zuständig sind. Deshalb können nach dem Ereignis Depression, Angst, Motivationsprobleme sowie Schwierigkeiten in der Rehabilitation auftreten.
Weiterlesen →
Schlaganfall: Symptome – wie erkennen und wie reagieren?
Das schnelle Erkennen der Schlaganfall-Symptome und der sofortige Notruf können Leben retten und das Risiko bleibender Komplikationen verringern.
Weiterlesen →
Rückenmarksverletzung und Rückenmarksinfarkt. Was ist der Unterschied?
Rückenmarksverletzung und Rückenmarksinfarkt sind zwei unterschiedliche Erkrankungen mit verschiedener Ursache, Prognose und möglichen Defiziten. Wir erklären die grundlegenden Unterschiede und die typischen Folgen einer Rückenmarksschädigung.
Weiterlesen →
Die 10 häufigsten Fehler von neurologischen Physiotherapeuten.
Karolina Łozińska beschreibt die häufigsten Fehler in der neurologischen Therapie sowie Arbeitsprinzipien, die helfen, sie zu vermeiden.
Weiterlesen →
Gedächtnisverlust nach einem Schlaganfall. Womit ist er verbunden und was kann helfen?
Der Gedächtnisverlust nach einem Schlaganfall kann Schwierigkeiten beim Erinnern von Wörtern, beim Erkennen von Orten und beim Erlernen neuer Dinge umfassen. Wir erklären, was im Alltag und in der Therapie helfen kann.
Weiterlesen →
Der nächste Schritt
Sprechen Sie mit uns
Wir stehen Ihnen bei allen Fragen zum Rehabilitationsprozess gern zur Verfügung.
Beschreiben Sie Ihren Fall
Senden Sie uns Einzelheiten zum Gesundheitszustand, und wir beurteilen die Situation aus therapeutischer Sicht.
Beratung per E-Mail
Schreiben Sie uns und beschreiben Sie die Erkrankung sowie den aktuellen Gesundheitszustand. Wir teilen Ihnen mit, wie wir Ihre Situation im Hinblick auf die Rehabilitation einschätzen.
Video des Patienten
Sie können uns ein Video senden, das den Gesundheitszustand des Patienten zeigt. Wir gehen auf Ihre aktuelle Situation ein und erläutern die therapeutischen Möglichkeiten.