
NORMAN — spezialisierte neurologische Rehabilitation seit 30 Jahren.PAJĄK-Rehabilitation – SPIDER-THERAPIE
Die PAJĄK-Rehabilitation im Rehabilitationszentrum NORMAN ist Ihre Garantie für die originale Therapie – wir sind die Entwickler des PAJĄK-Geräts.

Vorteile der PAJĄK-Rehabilitation.
Der PAJĄK ermöglicht die Durchführung von Übungen mit Patientinnen und Patienten ab etwa dem 2. Lebensjahr bis ins hohe Alter. Dabei kann es sich um Menschen mit minimalen funktionellen Einschränkungen handeln, aber auch um extrem schwere Fälle, in denen eine selbstständige Einnahme irgendeiner Position nicht möglich ist. Dieses Gerät kann eine Art „Fitnessclub“ sein und zugleich die Funktionen der ausgefeiltesten und komplexesten Rehabilitationsgeräte erfüllen.
Eine Chance für Betroffene.
Der PAJĄK ist ein Gerät, mit dem sich sowohl einzelne Muskelgruppen (selektiv) als auch ganze Bewegungsmuster und -abläufe trainieren lassen. Menschen, die zum Beispiel nicht greifen können oder keine korrekte Bewegungskoordination besitzen (ältere Menschen, Personen mit Athetosen, Gleichgewichtsstörungen usw.), sind nicht in der Lage, viele der auf dem Markt angebotenen Geräte zu nutzen. Dank des „PAJĄK“ können wir die Notwendigkeit, dass die Patientin oder der Patient einen Gerätegriff festhalten muss, gewissermaßen „ersetzen“, sodass eine bestimmte Übung ausgeführt werden kann, indem die Kraft über die Manschetten des „Pająk“ übertragen wird (etwa bei einer Person mit dauerhafter Kontraktur der Fingergelenke, bei der die Muskeln von Unterarm und Oberarm trainiert werden müssen).
Hohe Motivation zum Üben.
Unsere Patientinnen und Patienten zeichnen sich durch eine hohe Motivation zum Üben aus. Das ergibt sich aus den völlig neuen therapeutischen Möglichkeiten, die sich ihnen dank des „PAJĄK“ eröffnen und die zur Wiederkehr verlorener Funktionen und bei manchen zum Auftreten von Funktionen führen, die sie nie besessen haben. Das hat eine erhebliche psychisch-emotionale Bedeutung. Man kann mit voller Überzeugung feststellen, dass er dadurch ein „neues, bislang fehlendes“ Glied in der komplexen Rehabilitationskette darstellt. Eine Therapie ist buchstäblich mit jeder Person möglich, die sie benötigt.
Maximale Ausschöpfung des Patientenpotenzials.
Bislang hat niemand ein derart integriertes System geschaffen, das die Patientin oder den Patienten interdisziplinär behandelt und dabei die maximale Ausschöpfung ihrer bzw. seiner therapeutischen Möglichkeiten gewährleistet. Unsere Forschungsarbeit und zwanzigjährige Erfahrung – verbunden mit einer sorgfältigen Dokumentation der Arbeitsergebnisse – haben eine originäre und von niemandem sonst angewandte Philosophie des therapeutischen Vorgehens hervorgebracht. Die Tatsache, dass wir das alleinige Patent für das Gerät „Pająk“ besitzen, bewirkt, dass nur unser Team die oben beschriebene Handlungsstrategie in vollem Umfang umsetzt.
Über den PAJĄK in der National Library of Medicine der USA
Ein umfangreicher Artikel über die Eigenschaften des PAJĄK-Geräts wurde auf der Regierungswebsite der Vereinigten Staaten unter folgender Adresse veröffentlicht:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7354426/
Warum ist der PAJĄK wirksam?
Die Therapie von Patientinnen und Patienten mit Bewegungsstörungen neurogenen Ursprungs besteht ganz allgemein darin, die pathologische Reflexaktivität zu hemmen und die Entwicklung einer physiologischen Verteilung des posturalen Tonus zu stimulieren.
Die Reflexaktivität ist für die Ausprägung des Muskeltonus und die Entstehung der Motorik sehr wesentlich; hält sie jedoch länger als normal an, so verfestigt sie sich und blockiert die Möglichkeiten, physiologische posturale und motorische Muster zu entwickeln. Dies ist ein zeitlich langwieriger Prozess, der ein sehr konsequentes Vorgehen erfordert. Es findet dabei eine Art Wettstreit statt – zwischen den pathologischen Mustern, von denen jede Patientin und jeder Patient ein „gewisses, individuell eigenes Paket“ besitzt, und den physiologischen Mustern, die vom Therapieteam auf konsequente Weise ausgeformt werden.
Primitive pathologische Muster (persistierende tonische Reflexaktivität) sind aufgrund der Lage ihrer Zentren im Hirnstamm und in den subkortikalen Kernen stets stark ausgeprägt und stellen eine schwer zu überwindende Barriere für die von der Therapeutin oder dem Therapeuten geförderten physiologischen Muster dar – etwa Stell- oder Gleichgewichtsreaktionen, die in der Großhirnrinde lokalisiert und dadurch deutlich „schwächer“ sind. Ihre Herausbildung ist jedoch ein unabdingbarer Faktor für die Entwicklung eines physiologischen Tonus und damit für die Entstehung motorischer Funktionen. Deshalb muss die Therapie ausgesprochen individuell und an die Entwicklungsstufe der jeweiligen Patientin oder des jeweiligen Patienten angepasst sein, da sie andernfalls nicht die erwarteten Ergebnisse erzielt.
Verbindung therapeutischer Methoden.
Die Bestrebungen, alle Komponenten der Bewegungshandlung zu integrieren, die den physiologischen Mechanismus der Haltungsreaktion bilden, führten zu einer innovativen Lösung: der Verbindung neurophysiologischer Rehabilitationsmethoden (Bobath, NDT) mit dem modernen Rehabilitationsgerät namens „Pająk“. Diese Verbindung versetzte die bisher angewandten Rehabilitationsmethoden gewissermaßen in eine „vierte Dimension“ und erzielte einen hervorragenden Effekt: eine höhere Effektivität der Arbeit und der erreichten Therapieergebnisse, eine abwechslungsreichere Gestaltung der Einheiten, ein hohes Maß an Selbstständigkeit für die Patientin oder den Patienten, eine Entlastung der Therapeutin oder des Therapeuten (was bei großen Patientinnen und Patienten von enormer Bedeutung ist) und vieles mehr.
Umfassende Rehabilitation.
Durch ein umfassendes Vorgehen (genaue klinische Diagnose, Therapie, Gipsprozeduren, logopädische Therapie, Anleitungen für die Eltern, Kontrolle des klinischen Zustands, Therapieplanung usw.) geben wir der Patientin oder dem Patienten, dem Umfeld und auch uns selbst ein Gefühl von Sicherheit und die Gewähr, dass alle Möglichkeiten der Patientin oder des Patienten ausgeschöpft werden. Dank des Geräts „Pająk“ können wir auf viele Aspekte der Therapie Einfluss nehmen und so über deren Ganzheitlichkeit entscheiden. Indem wir am Körper der Patientin oder des Patienten Angriffspunkte für unterschiedliche Kräfte anbringen, können wir schlechthin alle Übungen ausführen und die Integration sämtlicher Komponenten jeder Bewegungshandlung bewirken. Das ist auf jeder Stufe der Rehabilitation außerordentlich wichtig.
Dank der „tiefen“ Positionen sind wir unter anderem in der Lage, die Abstützung, die zentrale Stabilisation und die Dissoziation auszuformen. Die „hohen“ Positionen ermöglichen die Ausbildung von Symmetrie und einer physiologischen Verteilung des posturalen Tonus durch selektives Belasten, Entlasten und Derotieren, sodass die Patientin oder der Patient eine dynamische Aufrichtung einnimmt. All diese Maßnahmen dienen zudem der Stimulation des Vestibularorgans und der propriozeptiven Wahrnehmung, dem Zuwachs an Muskelmasse und der Stimulation der metaphysären (Wachstums-)Knorpel.
Nicht ohne Bedeutung ist auch die Tatsache, dass die im „Pająk“ übende Person, die in oft eigenständig unerreichbare Positionen gebracht wird, ein Gefühl von Sicherheit hat – und dieser Faktor verbessert zweifellos das Wohlbefinden, hilft die Angst zu überwinden und vermittelt die Überzeugung, dass sie selbstständig und sicher Tätigkeiten ausführen kann, die bis dahin unmöglich waren. Das führt auch zu einer Verbesserung des psychischen Zustands der Patientin oder des Patienten und ist ein Ansporn, diese Therapieform erneut zu nutzen. Hinzuzufügen ist, dass das „Herauskommen“ der Patientin oder des Patienten aus erzwungenen Positionen sich positiv auf die vegetativen Funktionen der inneren Organe auswirkt, indem es die Darmperistaltik anregt und die kardiorespiratorische Leistungsfähigkeit verbessert. All diese „Situationen“ ereignen sich während der Therapie gleichzeitig, was den gesamten Rehabilitationsprozess intensiviert. Alle beschriebenen Aspekte sind ohne den „Pająk“ häufig schlicht nicht erreichbar.
Anwendungsbeispiele des PAJĄK
Posttraumatische und postoperative Paresen
Posttraumatische und postoperative Paresen zeigen ein ähnliches klinisches Bild wie Zustände nach einem Schlaganfall, nur dass die Ursachen ihrer Entstehung unterschiedlich sind. Grundsätzlich verläuft die Therapie sehr ähnlich. Hinzuzufügen ist – was oben nicht erwähnt wurde –, dass neben der rein motorischen Therapie parallel eine logopädische Therapie durchgeführt werden muss, die auf die Bekämpfung von Sprachstörungen und sensorischer Aphasie abzielt. Das Anschnallen im „Pająk“ und das Vermitteln eines Gefühls von Stabilität und Sicherheit erfordert von der Patientin oder dem Patienten nicht, einen großen Teil der Aufmerksamkeit auf das Einnehmen einer sicheren Position zu verwenden. Dadurch können solche Patientinnen und Patienten mehr Aufmerksamkeit in den Prozess der Sprachrehabilitation einbringen. Wir haben wiederholt beobachtet, dass die Durchführung der logopädischen Therapie im „Pająk“ deutlich effektiver ist. Bisweilen werden auch Gipsverbände eingesetzt, die zum Beispiel an der gesunden oberen Extremität angelegt werden, um die eingeschränkte Extremität zur Funktion zu „zwingen“. Mit Erfolg führen wir die Therapie auch bei anderen neurologischen Erkrankungen durch. Zu nennen sind hier die Multiple Sklerose, die Myasthenia gravis, die Alzheimer-Krankheit und viele andere.
Rekonstruktionen von Bändern oder Sehnen
Rekonstruktionen von Bändern und Sehnen – sowohl primäre als auch sekundäre – sind ein weiteres sehr weitläufiges Thema. Die heute in unterschiedlichem Alter am häufigsten durchgeführten Rekonstruktionen der Kreuzbänder des Knies betreffen eine große Gruppe zumeist bewegungsaktiver, junger Menschen. Häufig rekonstruierte Achillessehnen oder die Beugesehnen der Fingergelenke verursachen funktionelle Probleme, die eine professionelle Therapie als unverzichtbaren, die operative Behandlung ergänzenden Faktor erfordern. In solchen Fällen kann selbst die perfekteste Rekonstruktion des vorderen Kreuzbands (ACL) oder der Achillessehne ohne eine anschließende professionelle Rehabilitation keine physiologische Wiederherstellung der Funktion bewirken.
Ein sehr wesentlicher Faktor ist die Tatsache, dass sich in den Bandstrukturen propriozeptive Rezeptoren befinden, ohne die ein Gelenk oder ein Muskel nicht physiologisch funktionieren kann. Die Arbeit an der Wahrnehmung und die Koordination der Bewegungsmuster unter Berücksichtigung des synergistischen und antagonistischen Zusammenwirkens der Muskeln sind hier die Grundvoraussetzung. Ähnlich verhält es sich im Kontext der Rehabilitation nach Kniearthroskopien, bei denen Schäden an den Menisken und den Knorpelflächen festgestellt wurden. Die Kenntnis der Pathophysiologie sowohl der Schäden als auch der Regenerationsprozesse ist hier unerlässlich.
Die im „Pająk“ ausgeführten Übungen können nicht nur den Charakter statischer Übungen haben, die auf dem synergistischen oder antagonistischen Zusammenwirken bestimmter Muskelgruppen beruhen. Es besteht die Möglichkeit, dank eines im „Pająk“ integrierten Laufbands zum Beispiel das Gangbild einzuüben. Dank des Systems elastischer Zugseile lässt sich das Gangbild genau kontrollieren, und durch das Anpassen dieser Befestigungen oder die Arbeit „über die elastischen Zugseile“ kann Einfluss auf seine Korrektheit genommen werden. Dies ist von größter Bedeutung, da eine Fortbewegung in einem fehlerhaften Gangbild sich negativ auf andere Elemente des Bewegungsapparats auswirkt, die während der Verletzung nicht geschädigt waren.
Mit anderen Worten: In der Therapie darf man sich nicht nur auf das „geschädigte Element“ des Bewegungsapparats konzentrieren, denn dessen Funktionsstörung verursacht ein funktionelles Problem in einem anderen Abschnitt.
In diesem Teil der Ausführungen werden die häufigsten therapiebedürftigen Krankheitsbilder kurz erörtert. Dies betrifft sowohl angeborene Funktionsstörungen des zentralen Nervensystems (ZNS) als auch erworbene Erkrankungen. So wie bei „peripheren Erkrankungen“ von einer kausalen Behandlung (etwa einer gebrochenen Extremität) die Rede sein kann, existiert bei Erkrankungen des ZNS eine kausale Behandlung im eigentlichen Sinne nicht. Jedes Krankheitsproblem des ZNS verursacht unabhängig von der Ätiologie Funktionsstörungen im Bereich des Bewegungsapparats, die die Ursache für die Unselbstständigkeit der Betroffenen sind und die Hilfe Dritter erforderlich machen. Sie können auch zu sekundären Komplikationen in Form von Kontrakturen oder knöchern-gelenkigen Deformitäten führen, was das funktionelle Problem verstärkt. Ein weiterer Aspekt dieser Thematik ist das Vorliegen erheblicher Störungen der Wahrnehmung, einschließlich der Tiefensensibilität. Gerade deshalb ist ein korrektes und multidirektionales therapeutisches Vorgehen, das die Komplexität der Problematik von ZNS-Schäden berücksichtigt, so überaus wichtig.
Gelenkschäden der oberen Extremitäten
Gelenkschäden der oberen Extremitäten sind ein großes Problem im Kontext der Selbstversorgung. Schäden am Schulter-, Ellenbogen- oder Handgelenk verursachen erhebliche Schwierigkeiten bei alltäglichen Tätigkeiten wie Ankleiden, Essen usw. und führen tatsächlich zu einer Abhängigkeit von anderen. Alle gelenkbeteiligten Frakturen bewirken naturgemäß eine Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit (insbesondere von Schulter und Ellenbogen). Daher muss auf eine korrekte orthopädische Versorgung der Verletzungen eine professionelle Therapie folgen, die nicht nur auf die Wiedererlangung des vollen Bewegungsumfangs dieser Gelenke, sondern vor allem auf die Funktion der Extremität abzielt. Die therapeutischen Möglichkeiten sind in diesem Bereich praktisch unbegrenzt und beruhen auf Bewegungsmustern, die sich in koordinierter Weise auch im Gerät „Pająk“ ausformen lassen.
Extraartikuläre Schäden der Extremitäten
Extraartikuläre Schäden der Extremitäten – sowohl der oberen als auch der unteren – stellen kein größeres rehabilitatives Problem dar. Die therapeutischen Maßnahmen beschränken sich auf die Wiedererlangung einer physiologischen Muskelkraft und der Funktion der Extremität. Im Zeitalter der stabilen Osteosynthese wird nur noch sehr selten eine Ruhigstellung in Gipsverbänden angewandt – und gerade sie war die häufigste Ursache für die Probleme der Patientinnen und Patienten, da sie ein „Versteifen“ von Gelenken und Muskeln bewirkte. Die korrekte orthopädische Versorgung dieser Verletzungen ist die Grundvoraussetzung für die Wiedererlangung der Funktion und zuvor für das Erreichen der Knochenheilung. Die Therapie ist im Kontext der Wiederkehr geeigneter Bewegungsmuster, die die Funktion gewährleisten, nützlich. Und auch hier leistet der „Pająk“ unschätzbare Dienste.
Schmerzsyndrome der Wirbelsäule
Schmerzsyndrome der Wirbelsäule sind unabhängig von ihrer Lokalisation geradezu eine „Zivilisationsplage“. Sie sind einer der häufigsten Gründe, weshalb sich Patientinnen und Patienten in ärztlichen und rehabilitativen Praxen vorstellen. Das Problem betrifft in der Regel den Lendenwirbelsäulenabschnitt, häufig gehen jedoch Beschwerden des Halswirbelsäulenabschnitts damit einher, die als sogenannte „Zervikobrachialgie“ verlaufen können. Aufgrund des „Inhalts“ der Wirbelsäule (Rückenmark und Nervenwurzeln) muss das Vorgehen in solchen Fällen interdisziplinär sein, und eine korrekte klinische und bildgebende Diagnostik ist die Grundlage für die Richtigkeit der Diagnose und damit auch der Therapie.
Ein rein orthopädisches oder rein neurologisches Vorgehen ohne Verbindung mit einer modernen Physiotherapie behandelt das Problem, mit dem sich die Patientin oder der Patient vorstellt, nur teilweise und unvollständig. Eine geschickte Verbindung von Pharmakotherapie und Physiotherapie kann hingegen – und bewirkt zumeist – zufriedenstellende Behandlungsergebnisse. Zu betonen ist, dass stets eine kausale Behandlung angestrebt werden muss, da nur sie den maximalen therapeutischen Effekt hervorrufen kann.
So muss man bei Problemen mit der Instabilität eines bestimmten Wirbelsäulenabschnitts – die die „ursprüngliche“ Ursache aller anderen Wirbelsäulenprobleme ist (Bandscheibenerkrankung, Spinalkanalstenose, Wurzelsyndrome usw.) – auf der Grundlage geeigneter Rehabilitationstechniken zunächst eine Verbesserung der Stabilität und anschließend der Mobilität der Wirbelsäule anstreben. Ein solches Vorgehen gewährleistet die Beseitigung der Schmerzbeschwerden, eine Verbesserung der Funktion und – am wichtigsten – lässt die oben genannten Folgen der Instabilität gar nicht erst entstehen.
Geradezu unschätzbare Dienste bei der Arbeit an der dynamischen Stabilisation leistet die PNF-Methode. Stellt sich die Patientin oder der Patient jedoch zu spät vor und diagnostizieren wir zum Beispiel eine Bandscheibenerkrankung, so sollte nach dem Herausführen aus der akuten Schmerzphase eine Kombination der PNF-Methode mit der McKenzie-Therapie und der manuellen Therapie angewandt werden. Dadurch lässt sich erreichen, dass sich die Vorwölbungen der Bandscheiben wieder „an ihren Platz“ zurückziehen und die Beschwerden abklingen.
Tatsächlich sind die Muskeln das einzige Element, auf das wir als behandelndes Team Einfluss haben; folglich kann man sich der Therapie bei Wirbelsäulenbeschwerden nur über die Arbeit an den Muskeln kausal nähern. Die übrigen Elemente der Wirbelsäule (Bänder, Bandscheiben, knöcherne Strukturen) lassen sich, da sie keine kontraktilen Elemente sind, nicht durch „aktive Arbeit“ beeinflussen. Hinzuzufügen ist, dass alle Neuralgien ohne eindeutige „wirbelsäulenbedingte“ Ursache umfassend rehabilitiert werden können und sollten, wobei zusätzlich zu den oben genannten Techniken die Neuromobilisation eingesetzt wird. Dies findet hervorragende Anwendung bei Schmerzsyndromen der Schulter, bei Neuropathien des Nervus ulnaris, des Nervus medianus und anderen. Die Möglichkeit einer präzisen Dosierung von Belastungen und Rotationen über die Zugseile des „Pająk“ ist ein geradezu unersetzliches Element.
Gelenkendoprothesen
Gelenkendoprothesen sind das nächsthäufige therapeutische Problem aus dem Bereich der Orthopädie. Am häufigsten werden Hüft-, Knie-, Schulter- und Fingergrundgelenke „ersetzt“. Seltener (etwa bei rheumatischen Erkrankungen) wird eine Endoprothese des Ellenbogens, des Handgelenks oder des oberen Sprunggelenks eingesetzt. Der Grund für primäre Endoprothesen ist die Arthrose, die auf langsame, aber stetige Weise durch Schmerzbeschwerden das Funktionieren des Menschen einschränkt.
Von der Funktionsstörung ist nicht nur ein Gelenk betroffen, denn durch die Veränderung des Bewegungsmusters werden andere Gelenke überlastet, wodurch der Prozess ihres Abbaus beschleunigt wird. Das Problem in der Therapie besteht daher nicht nur darin, sich um das eine (erkrankte) Gelenk zu kümmern, das durch ein künstliches „ersetzt“ wurde. Es geht im Grunde darum, physiologische Bewegungsmuster zu erarbeiten, dank derer das „künstliche“ Gelenk wie ein eigenes funktioniert. Das ist ebenso wichtig wie eine perfekte Operationstechnik und gewährleistet eine maximale Lebensdauer der Prothese.
Das therapeutische Vorgehen ist adäquat zu den Bedürfnissen und Möglichkeiten der Patientin oder des Patienten und unter Berücksichtigung der Parameter der implantierten Endoprothese anzupassen. Gerade deshalb muss dieser Prozess individualisiert werden und darf nicht schematisch verlaufen. Der „Pająk“ bietet die Möglichkeit, die Therapie im Kontext der Belastungsdosierung und der Verringerung der Asymmetrie (Gewichtsverlagerung auf die operierte Extremität) zu individualisieren. Die Kenntnis dieser Problematik und die enge Zusammenarbeit mit der operierenden Ärztin oder dem operierenden Arzt sind die Gewähr für ein maximal gutes Ergebnis. Dies ist besonders bei jungen und berufstätigen Menschen wichtig. Eine Patientin oder ein Patient mit künstlichem Gelenk kann eine vollwertige Arbeitskraft sein, was nicht nur einen positiven Aspekt für die Betroffenen hat, sondern auch wirtschaftlich messbar ist.
Gelenkschäden der unteren Extremitäten
Gelenkschäden der unteren Extremitäten sind ein Problem von erheblicher Tragweite. Einerseits erfordern sie ein perfektes operatives Vorgehen in Form einer stabilen Osteosynthese, andererseits das frühzeitige Einbeziehen der Gelenkbewegung und deren geschickte, dem Problem und der operativen Versorgung angemessene Belastung. Dies ist außerordentlich wichtig – nicht nur wegen der Notwendigkeit, den vollen Bewegungsumfang der Gelenke rasch wiederzuerlangen, sondern auch im Hinblick auf die Propriozeption und die Prophylaxe der Arthrose, die gewissermaßen eine natürliche Folge solcher Schäden ist.
Langfristige äußere Ruhigstellungen, die im Zeitalter der modernen Unfallchirurgie glücklicherweise bereits eine Seltenheit sind, sowie ein fehlerhaftes rehabilitatives Vorgehen oder dessen Ausbleiben tragen wesentlich zur Entwicklung einer posttraumatischen Gelenkarthrose bei. Bei großen Gelenken wie Knie und Hüfte sowie beim oberen Sprunggelenk, die sehr große Druckkräfte übertragen, führt die Entwicklung einer Arthrose zu einer dauerhaften Behinderung, die die Patientin oder den Patienten häufig sowohl vom „normalen“ alltäglichen als auch vom beruflichen Funktionieren ausschließt.
Ein solcher Zustand macht häufig die Entscheidung für eine operative Behandlung in Form von Gelenkendoprothesen erforderlich, was insbesondere bei jungen Menschen die Aufgabe der Arbeit oder eine Umschulung notwendig macht. Das therapeutische Vorgehen muss individualisiert und im Einklang mit dem neuesten Wissen über die Pathophysiologie von Gelenkschäden durchgeführt werden. Dies ist nur in einem ärztlich-rehabilitativen Team mit großer klinischer Erfahrung möglich. Die geschickte Dosierung von Belastungen und Entlastungen über das System der elastischen Zugseile des „Pająk“ ist eine sehr präzise Tätigkeit und erlaubt es, die Therapie in konkreten Fällen von Gelenkschäden auf kontrollierte Weise durchzuführen.
Schäden der Brust- und Lendenwirbelsäule
Schäden der Brust- und Lendenwirbelsäule sind in ihren Folgen weniger drastisch und beschränken sich zumeist auf „einfache Frakturen“ ohne neurologische Komplikationen. Die Therapie besteht in der Kräftigung des Muskelkorsetts zur Verbesserung der dynamischen Stabilisation, muss jedoch auf modernen Rehabilitationsmethoden beruhen. Die beste davon scheint die PNF-Methode zu sein, die als einzige in der Lage ist, jene Muskeln zu steuern, die für den Prozess der dynamischen Stabilisation von wesentlicher Bedeutung sind. Sie findet nicht nur bei frischen traumatischen Veränderungen Anwendung, sondern auch bei deren Folgen wie Instabilität, degenerativen Veränderungen oder Bandscheibenerkrankung.
Die Anwendung dieser Methode auf der Grundlage des Geräts „Pająk“ eröffnet völlig unbegrenzte therapeutische Möglichkeiten und erlaubt es, ohne Schmerzbeschwerden zu arbeiten – nicht nur an der Verbesserung der Stabilisation, sondern auch an ganzen Bewegungsschemata und -mustern, wobei auf die korrekte Ausrichtung der einzelnen Abschnitte des Bewegungsapparats einschließlich des geschädigten Wirbelsäulenabschnitts geachtet wird.
Beckenverletzungen
Beckenverletzungen lassen sich ganz allgemein in extraartikuläre Verletzungen und solche unterteilen, die die Hüft- und Iliosakralgelenke betreffen. Während extraartikuläre Verletzungen keine größeren therapeutischen Probleme darstellen, sind Gelenkverletzungen ein ernstes Problem, das sich negativ auf das Funktionieren der Patientin oder des Patienten auswirkt. Die Rehabilitation von Gelenkverletzungen des Beckens darf nicht nur in der Wiederherstellung eines hinreichend guten Bewegungsumfangs in den Hüftgelenken bestehen. Sie muss mit der Wiederherstellung der Fortbewegungsfunktion verbunden sein, und diesem Ziel dienen eine geschickte Dosierung der Belastung sowie die Ausformung eines physiologischen Gangbilds. Alle diese Funktionen lassen sich mithilfe des „Pająk“ – in Verbindung etwa mit der PNF-Methode – auf absolut vollständig kontrollierte Weise ausformen.
Schäden der Halswirbelsäule
Schäden der Halswirbelsäule stellen ein großes rehabilitatives Problem dar – wegen der leider häufigen Komplikation einer Rückenmarksschädigung, die aufgrund der erheblichen physiologischen Beweglichkeit dieses Wirbelsäulenabschnitts durch Verletzungen entsteht. Paresen oder vollständige Lähmungen erfordern ein sehr frühzeitiges rehabilitatives Vorgehen, unabhängig davon, ob die Patientin oder der Patient operiert wurde oder nicht. Dabei geht es nicht nur um die Funktionsstörungen der Extremitäten, sondern auch darum, dass solche zum Liegen „verurteilten“ Patientinnen und Patienten Probleme mit grundlegenden physiologischen Funktionen (wie etwa der Blasenentleerung) oder mit Druckgeschwüren haben, die sich trotz korrekter Prophylaxe entwickeln.
Die Anwendung einer korrekten Therapie beugt nicht nur der Entstehung von Deformitäten der Extremitäten vor, sondern erlaubt es auch, das Risiko allgemeiner Komplikationen wie etwa einer kardiorespiratorischen Insuffizienz zu verringern, was bei Patientinnen und Patienten in fortgeschrittenerem Alter nicht ohne Bedeutung ist. Die Möglichkeit der dynamischen Aufrichtung, die wir im „Pająk“ erreichen können, erlaubt es, diesen Betroffenen nicht nur eine physiologische Funktion der inneren Organe zu erhalten, sondern durch die Stimulation der Körperperipherie auch die Weiterleitung afferenter Reize anzuregen.
Auch wenn solche Schäden meist einen dauerhaften Charakter haben, darf man die emotionale Sphäre der Patientin oder des Patienten nicht vergessen, für die eine professionelle Therapie ein außerordentlich wichtiger und positiv verstandener emotionaler Reiz ist, der bewirkt, dass diese Betroffenen den Glauben an den Sinn ihres Daseins zurückgewinnen.
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