NORMAN — spezialisierte neurologische Rehabilitation seit 30 Jahren.PAJĄK-Rehabilitation – SPIDER-THERAPIE
Spezialisierte Therapie für neurologische Patientinnen und Patienten — Vertikalisierung, Gleichgewicht, Rumpfkontrolle und Gangschulung. Eine in einer wissenschaftlichen Publikation beschriebene Methode. Wir sind die Entwickler des PAJĄK-Geräts.

Die PAJĄK-Rehabilitation, auch bekannt als SPIDER-Therapie, ist eine spezialisierte Therapieform für Patientinnen und Patienten mit neurologischen Störungen sowie mit Problemen bei der Vertikalisierung, dem Gleichgewicht, dem Gehen, der Rumpfkontrolle und der Bewegungskoordination.
Im NORMAN Zentrum ist die PAJĄK-Methode ein Bestandteil der intensiven neurologischen Rehabilitation. Sie kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn eine Patientin oder ein Patient eine sichere Entlastung, eine gezielte Mehrbelastung oder eine präzise Ausrichtung des Körpers während der Übungen benötigt.
Was ist die PAJĄK-Rehabilitation?
PAJĄK ist ein Therapiesystem, das auf einer speziellen Rahmenkonstruktion und elastischen Zugseilen beruht, mit denen die Therapeutin oder der Therapeut die Art der Körperbelastung der Patientin oder des Patienten verändern kann.

Dadurch wird Folgendes möglich:
- die sichere Unterstützung der Vertikalisierung,
- die teilweise Entlastung der Patientin oder des Patienten,
- die kontrollierte Mehrbelastung ausgewählter Körperteile,
- die Arbeit am Gleichgewicht,
- die Stimulation posturaler Reaktionen,
- das Erlernen der korrekten Rumpfausrichtung,
- das Gangtraining,
- die Arbeit an der Aktivität der Extremitäten,
- die Verbesserung der Kontrolle über den Körperschwerpunkt.
In der Praxis ersetzt der PAJĄK die Therapeutin oder den Therapeuten nicht. Er ist ein Werkzeug, mit dem die Physiotherapeutin oder der Physiotherapeut den Körper der Patientin oder des Patienten präziser führen und die Voraussetzungen für aktive Bewegung schaffen kann.
Warum ist der PAJĄK in der neurologischen Rehabilitation von Bedeutung?
Bei Patientinnen und Patienten nach einer Schädigung des Nervensystems liegt das Problem häufig nicht allein in einer Muskelschwäche.
Sehr oft treten gleichzeitig auf:
- Gleichgewichtsstörungen,
- eine asymmetrische Belastung der Extremitäten,
- Schwierigkeiten bei der Vertikalisierung,
- ein abnormaler Muskeltonus,
- Störungen der Tiefensensibilität,
- Schwierigkeiten bei der Rumpfkontrolle,
- Gangstörungen,
- Angst vor Bewegung oder vor dem Sturz.
In solchen Fällen können herkömmliche Übungen nicht ausreichen, da die Patientin oder der Patient nicht immer in der Lage ist, eine korrekte Position einzunehmen, das Gleichgewicht zu halten oder eine Bewegung sicher auszuführen.
Der PAJĄK ermöglicht es, für die Patientin oder den Patienten Bedingungen zu schaffen, unter denen Bewegung leichter, sicherer und kontrollierter wird.
PAJĄK und die Rehabilitation nach einem Schlaganfall
Eine der wichtigsten Anwendungen des PAJĄK-Systems ist die Rehabilitation nach einem Schlaganfall.
Nach einem Schlaganfall kann eine Patientin oder ein Patient eine Halbseitenparese, Gangstörungen, Schwierigkeiten beim Stehen, Probleme beim Belasten der Extremität auf der gelähmten Seite oder eine gestörte Rumpfkontrolle haben.
In solchen Situationen kann die Therapie im PAJĄK für Folgendes eingesetzt werden:
- das Erlernen der Vertikalisierung,
- das Üben der Gewichtsverlagerung,
- die Aktivierung der betroffenen Seite,
- die Arbeit an der Beckenstabilisation,
- die Verbesserung der Rumpfausrichtung,
- das Üben der Standphase beim Gehen,
- die Kontrolle der Arbeit der unteren Extremität,
- die Verringerung des Sturzrisikos während der Übungen.
Das ist besonders bei Patientinnen und Patienten wichtig, die noch nicht bereit sind, selbstständig und unter voller Belastung zu üben.
Video aus der Therapie
Ergebnisse der Rehabilitation am PAJĄK-Gerät nach einem Schlaganfall
Patient nach einem ischämischen Schlaganfall — Therapie mit dem PAJĄK-Gerät im NORMAN Zentrum.
Rehabilitationsergebnisse mit dem PAJĄK-Gerät nach Schlaganfall
Ischämischer Schlaganfall — Therapie mit dem PAJĄK (Spider-Therapiegerät) bei NORMAN
Was wurde in der wissenschaftlichen Publikation beschrieben?
Die wissenschaftliche Publikation zum SPIDER/PAJĄK-System stellte zwei Fälle neurologischer Patienten vor:
- einen erwachsenen Patienten nach einem ischämischen Schlaganfall,
- ein Kind mit infantiler Zerebralparese in Form einer Hemiparese.
Die Autoren beschrieben nicht nur den Verlauf der Therapie, sondern schlugen auch ein Computermodell vor, mit dem sich die während der Arbeit im PAJĄK-System auf den Körper der Patientin oder des Patienten wirkenden Kräfte beurteilen lassen.
Das ist wichtig, denn in der neurologischen Rehabilitation genügt die bloße Beobachtung der Patientin oder des Patienten nicht immer. Die Therapeutin oder der Therapeut sieht das Ergebnis einer Bewegung, kann aber nicht immer genau beurteilen, welche Kräfte auf den Körper wirken und wie sich die Belastung der einzelnen Körperteile verändert.
Das in der Publikation beschriebene Computermodell hilft, besser zu verstehen, wie die Anordnung der Zugseile und Expander Einfluss nimmt auf:
- den Körperschwerpunkt der Patientin oder des Patienten,
- die Wirkungsrichtung der Kraft,
- die Ent- oder Mehrbelastung der Extremitäten,
- die Stabilisation des Körpers,
- die Arbeit der Füße,
- die Haltungskontrolle.


Wie funktioniert das PAJĄK-System?
Die Grundlage des PAJĄK-Systems bilden elastische Zugseile, die an einer speziellen Rahmenkonstruktion und an einem der Patientin oder dem Patienten angelegten Gurt befestigt werden.
Durch das Verändern des Befestigungspunkts der Zugseile kann die Therapeutin oder der Therapeut beeinflussen, ob der Körper der Patientin oder des Patienten:
- entlastet,
- zusätzlich belastet,
- stabilisiert,
- in eine bestimmte Richtung geführt
- oder zu einer aktiven muskulären Reaktion angeregt wird.
Liegt der Befestigungspunkt höher, kann das System die Patientin oder den Patienten teilweise entlasten. Liegt er tiefer, kann es die Belastung eines ausgewählten Körperabschnitts erhöhen.
Dadurch kann die Therapeutin oder der Therapeut die Übungsbedingungen sehr genau an die aktuellen Möglichkeiten der Patientin oder des Patienten anpassen.


Der in der Publikation beschriebene Fall eines Patienten nach einem Schlaganfall
In der Publikation wird ein 76-jähriger Patient nach einem ischämischen Schlaganfall der linken Hirnhälfte beschrieben. Der Patient wies eine schwere rechtsseitige Parese sowie eine Aphasie auf.
Vor Beginn der Rehabilitation war der Patient nicht in der Lage, selbstständig eine stehende Position einzunehmen. Er hatte große Schwierigkeiten mit der Haltungskontrolle, eine verminderte Aktivität der Rumpfmuskulatur sowie eine eingeschränkte Fähigkeit, die Extremität auf der betroffenen Seite selbstständig zu bewegen.
Die Therapie mit dem PAJĄK war unter anderem auf Folgendes ausgerichtet:
- das Erreichen einer möglichst aktiven stehenden Position,
- die Anregung von Gleichgewichtsreaktionen,
- die Aktivierung der Antigravitationsmuskulatur,
- das schrittweise Belasten der Extremität auf der betroffenen Seite,
- die Stabilisation des Beckens,
- die Verbesserung der Kniekontrolle,
- die Vorbereitung auf die Gangschulung.
Nach vier Wochen Therapie verbesserte der Patient seine Gehfunktion sowie den Positionswechsel vom Liegen zum Sitzen und vom Stehen zum Sitzen. Vor der Rehabilitation war er nicht in der Lage, selbstständig aufzustehen; gegen Ende der Therapie begann er hingegen, sich unter Sicherung und mithilfe eines Dreifuß-Gehstocks selbstständig fortzubewegen.
PAJĄK als Unterstützung der Gangschulung
In der Rehabilitation nach einem Schlaganfall ist die Rückkehr zu einem sicheren und möglichst ökonomischen Gangbild eine der schwierigsten Phasen.
Das Problem besteht nicht nur darin, einen Schritt auszuführen. Die Patientin oder der Patient muss die Kontrolle über Folgendes zurückgewinnen:
- den Rumpf,
- das Becken,
- die untere Extremität,
- den Fuß,
- die Gewichtsverlagerung,
- das Gleichgewicht,
- die Schutzreaktionen.
Der PAJĄK erlaubt es der Therapeutin oder dem Therapeuten, den Körper der Patientin oder des Patienten so auszurichten, dass die Gangübungen sicherer und präziser werden. Die Anforderungen lassen sich schrittweise steigern, der Grad der Entlastung verändern und die muskuläre Aktivität dort anregen, wo das größte Defizit besteht.
Deshalb kann die PAJĄK-Therapie ein wichtiger Bestandteil der Arbeit an Gangstörungen nach einem Schlaganfall und an der Wiedererlangung der Funktion der unteren Extremität sein.
Video aus der Therapie
Rehabilitation am PAJĄK-Gerät — Gangschulung
Sichere Therapie in aufrechter Position — Arbeit am Gehen unter kontrollierten Bedingungen.
Rehabilitation mit dem PAJĄK (Spider-Therapiegerät)
Sichere Therapie in aufrechter Position — Gangschulung
PAJĄK und die Arbeit an der Hand nach einem Schlaganfall
Obwohl der PAJĄK oft mit Vertikalisierung und Gehen in Verbindung gebracht wird, kann sein Einsatzbereich breiter sein.
Bei Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall ist auch die Handparese nach einem Schlaganfall ein wesentliches Problem. Die obere Extremität benötigt nicht nur eine Kräftigung, sondern auch eine Verbesserung der Kontrolle, des Muskeltonus, der Stellung des Schultergürtels und der Koordination.
Dank der Stabilisierung des Körpers im PAJĄK kann die Therapeutin oder der Therapeut bessere Voraussetzungen für Übungen der oberen Extremität schaffen, da die Patientin oder der Patient nicht die gesamte Energie allein für das Halten der Position aufwenden muss.
Das ist besonders dann wichtig, wenn Störungen des Rumpfes, des Gleichgewichts und des Muskeltonus die aktive Arbeit der Hand erschweren.
Warum muss die Therapie im PAJĄK individuell sein?
Es gibt kein einziges, universelles Schema der PAJĄK-Therapie für alle Patientinnen und Patienten.
Jede neurologische Patientin und jeder neurologische Patient hat ein anderes Problem:
- eine andere Art der Parese,
- ein anderes Niveau des Muskeltonus,
- eine andere Rumpfkontrolle,
- andere Möglichkeiten der Vertikalisierung,
- andere Sensibilitätsstörungen,
- ein anderes Maß an Ermüdung,
- eine andere Phase der Rehabilitation.
Deshalb müssen die Anordnung der Zugseile, der Grad der Entlastung, die Position der Patientin oder des Patienten, die Art der Übungen und die Therapiedauer von einer erfahrenen Therapeutin oder einem erfahrenen Therapeuten festgelegt werden.
Der PAJĄK bietet sehr große Möglichkeiten, doch seine Wirksamkeit hängt vom korrekten Einsatz ab.
Was zeichnet die PAJĄK-Methode aus?
Der größte Wert des PAJĄK liegt in der Möglichkeit, drei Elemente zu verbinden:
- Sicherheit.
- Aktive Bewegung der Patientin oder des Patienten.
- Präzise Kontrolle der Übungsbedingungen.
Die Patientin oder der Patient kann eine Bewegung ausführen, die ohne Unterstützung zu schwierig oder zu riskant wäre. Gleichzeitig kann die Therapeutin oder der Therapeut die Hilfe schrittweise verringern, die Anforderungen erhöhen und beobachten, wie sich die Patientin oder der Patient an die neuen Bedingungen anpasst.
Das unterscheidet den PAJĄK von einer passiven Aufhängung. Das Ziel besteht nicht darin, die Patientin oder den Patienten lediglich in einer Position zu halten. Das Ziel ist die aktive Arbeit an der Funktion.
PAJĄK im NORMAN Zentrum
Im NORMAN Zentrum wird der PAJĄK als Bestandteil einer umfassenden neurologischen Rehabilitation eingesetzt.
Am häufigsten kombinieren wir ihn mit anderen Therapieformen, wie zum Beispiel:
- neurophysiologische Therapie,
- Gangschulung,
- Handtherapie,
- Gleichgewichtsübungen,
- Rumpftherapie,
- Arbeit an der Vertikalisierung,
- funktionelle Therapie,
- individuelle Arbeit mit einer Physiotherapeutin oder einem Physiotherapeuten.
Der PAJĄK ist keine eigenständige, vom Ganzen losgelöste Methode. Er ist ein Werkzeug, mit dem sich die Ziele der Rehabilitation besser verwirklichen lassen.
Für wen kommt die PAJĄK-Rehabilitation infrage?
Die Therapie mit dem PAJĄK-System kann bei Patientinnen und Patienten mit verschiedenen neurologischen Problemen in Betracht gezogen werden, unter anderem:
- nach einem Schlaganfall,
- nach einem Schädel-Hirn-Trauma,
- nach einer Hirntumor-Operation,
- mit infantiler Zerebralparese,
- mit Multipler Sklerose,
- mit Gleichgewichtsstörungen,
- mit Problemen bei der Vertikalisierung,
- mit Gangstörungen,
- mit einer Parese der Extremitäten,
- mit verminderter Rumpfkontrolle.
Über die Eignung für die Therapie entscheiden stets der Zustand der Patientin oder des Patienten und die Einschätzung des Therapieteams.
PAJĄK und die Sicherheit der Therapie
Die Sicherheit der Patientin oder des Patienten ist einer der Hauptgründe für den Einsatz des PAJĄK-Systems.
Eine Patientin oder ein Patient, die oder der noch nicht bereit ist, selbstständig zu stehen oder zu gehen, kann die Übungen unter kontrollierten Bedingungen ausführen. Die Therapeutin oder der Therapeut kann das Sturzrisiko verringern, Kompensationsbewegungen begrenzen und die Körperausrichtung besser kontrollieren.
Das ist besonders bei Patientinnen und Patienten wichtig:
- mit einer schweren Parese,
- mit Gleichgewichtsstörungen,
- mit Angst vor der Vertikalisierung,
- mit geschwächter Rumpfkontrolle,
- nach langer Immobilisation,
- nach einem schweren Schlaganfall.
Was folgt aus der wissenschaftlichen Publikation?
Die Publikation weist darauf hin, dass die Therapie mit dem SPIDER/PAJĄK-System die Rehabilitation neurologischer Patientinnen und Patienten unterstützen kann, insbesondere im Bereich der Vertikalisierung, des Gleichgewichts, der Haltungskontrolle, der Mobilität und der Gangschulung.
Die Autoren weisen darauf hin, dass ein Computermodell der Physiotherapeutin oder dem Physiotherapeuten helfen kann, die während der Therapie auf den Körper der Patientin oder des Patienten wirkenden Kräfte besser zu verstehen. Dadurch wird eine objektivere Beurteilung der Körperausrichtung, der Wirkungsrichtung der Kräfte und der während der Rehabilitation eintretenden Veränderungen möglich.

Zugleich hatte die Publikation vorläufigen Charakter und stützte sich auf zwei Fallbeschreibungen. Deshalb sollte sie nicht als endgültiger Beleg für die Wirksamkeit der Methode bei allen Patientinnen und Patienten verstanden werden. Sie ist jedoch ein wichtiges Material, das das Potenzial des PAJĄK-Systems und die Richtung weiterer Forschung aufzeigt.
Warum ist das für die Patientin oder den Patienten wichtig?
Für die Patientin oder den Patienten und die Angehörigen ist nicht das Gerät selbst das Wichtigste, sondern die Frage, ob die Therapie dabei hilft, Funktionen zurückzugewinnen.
Der PAJĄK kann besonders dann wertvoll sein, wenn eine Patientin oder ein Patient:
- noch nicht in der Lage ist, selbstständig zu stehen,
- sich fürchtet, die betroffene Seite zu belasten,
- Probleme mit der Gewichtsverlagerung hat,
- während der Übungen das Gleichgewicht verliert,
- eine intensive, aber sichere Vertikalisierung benötigt,
- eine Kontrolle der Körperausrichtung während der Bewegung braucht.
In solchen Situationen ermöglicht der PAJĄK, die Arbeit an der Funktion früher und sicherer zu beginnen als unter voller Belastung.
Die wichtigsten Anwendungen des PAJĄK nach einem Schlaganfall
In der Rehabilitation nach einem Schlaganfall kann der PAJĄK unter anderem für Folgendes eingesetzt werden:
- die Vertikalisierung,
- das Erlernen des Belastens der betroffenen Seite,
- die Gangschulung,
- die Arbeit an der Rumpfstabilisation,
- die Verbesserung des Gleichgewichts,
- das Üben der Kniekontrolle,
- die Arbeit an der Fußstellung,
- die Aktivierung der unteren Extremität,
- die Vorbereitung auf die selbstständige Fortbewegung.
Deshalb kann die PAJĄK-Therapie ein wichtiger Bestandteil einer umfassenden Rehabilitation nach einem Schlaganfall sein.
Geschichte und Entwicklung der Methode
Das PAJĄK/SPIDER-System ist seit vielen Jahren in der Rehabilitation präsent. In der wissenschaftlichen Publikation wurde darauf hingewiesen, dass das SPIDER-System als Antwort auf ein fehlendes Glied in der Rehabilitation entstand und bei Patientinnen und Patienten mit verschiedenen neurologischen Erkrankungen eingesetzt wurde.
In der Literatur wurde zudem auf ein Patent von Norman Łoziński für ein Sport- und Rehabilitationsgerät hingewiesen, insbesondere für Betroffene mit Störungen der Haltung und der Bewegungsaktivität.
Das ist ein wichtiger Teil der Geschichte der Methode, denn es zeigt, dass der PAJĄK kein beliebiges Trainingsgerät ist, sondern eine Lösung, die gezielt für Patientinnen und Patienten mit schweren Störungen der Bewegungsfunktionen entwickelt wurde.
Grenzen und ein ehrlicher Ansatz
Jede Rehabilitationsmethode sollte mit Augenmaß beurteilt werden.
Der PAJĄK kann ein sehr nützliches Werkzeug sein, ist aber keine Wundermethode, die bei jeder Patientin und jedem Patienten gleich wirkt. Das Ergebnis der Therapie hängt von vielen Faktoren ab:
- von der Art der Schädigung,
- von der seit der Erkrankung vergangenen Zeit,
- vom Ausmaß der Parese,
- vom Allgemeinzustand der Patientin oder des Patienten,
- von den kognitiven Fähigkeiten,
- von der Mitarbeit der Patientin oder des Patienten,
- von der Intensität der Therapie,
- von der Erfahrung des Therapieteams.
Deshalb ist der PAJĄK im NORMAN Zentrum Teil eines individuell abgestimmten Rehabilitationsprogramms und kein automatisches Übungsschema.
FAQ
Häufige Fragen zur PAJĄK-Rehabilitation
Ist der PAJĄK eine Methode für Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall?
Ja, er kann bei ausgewählten Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall eingesetzt werden, besonders dann, wenn Probleme mit der Vertikalisierung, dem Gleichgewicht, dem Gehen, der Rumpfkontrolle oder dem Belasten der betroffenen Seite bestehen.
Ersetzt der PAJĄK die klassische Rehabilitation?
Nein. Der PAJĄK ist ein Werkzeug, das die Arbeit der Therapeutin oder des Therapeuten unterstützt. Die besten Ergebnisse erzielt er als Teil eines umfassenden neurologischen Rehabilitationsprogramms.
Ist die Therapie im PAJĄK passiv?
Sie sollte nicht passiv sein. Ziel der Therapie ist die aktive Arbeit der Patientin oder des Patienten an Bewegung, Gleichgewicht, Haltung und Funktion.
Kann der PAJĄK beim Wiedererlernen des Gehens helfen?
Er kann die Gangschulung unterstützen, da er es der Therapeutin oder dem Therapeuten ermöglicht, die Belastung, die Körperausrichtung und die Sicherheit der Patientin oder des Patienten während der Übungen zu kontrollieren.
Kann jede Patientin und jeder Patient im PAJĄK üben?
Nein. Die Entscheidung trifft das Therapieteam nach einer Beurteilung des Zustands der Patientin oder des Patienten. Bei einem Teil der Patientinnen und Patienten kann die Therapie sehr nützlich sein, bei anderen müssen andere Arbeitsformen gewählt werden.
Gibt es wissenschaftliche Publikationen zum PAJĄK/SPIDER?
Ja. Eine dieser Publikationen ist der Artikel „SPIDER as A Rehabilitation Tool for Patients with Neurological Disabilities: The Preliminary Research”, veröffentlicht im Journal of Personalized Medicine im Jahr 2020.
Quelle
Der Inhalt dieser Seite wurde auf Grundlage folgender Publikation erstellt:
- Sebastian Glowinski, Andrzej Blazejewski, „SPIDER as A Rehabilitation Tool for Patients with Neurological Disabilities: The Preliminary Research”, Journal of Personalized Medicine, 2020, 10(2), 33. DOI: 10.3390/jpm10020033.
- Volltext der Publikation in PubMed Central (National Library of Medicine der USA).
Die Publikation ist im Open-Access-Modell unter der Lizenz Creative Commons Attribution 4.0 verfügbar.
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