Schulterschmerzen sind eines der wichtigsten Probleme in der Rehabilitation der oberen Extremität. Sie können nach einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-Trauma und bei anderen neurologischen Erkrankungen auftreten, die zu einer Parese führen.
Die Schulter neurologischer Patientinnen und Patienten erfordert Vorsicht, da ihre Stabilität von einer korrekten Arbeit der Muskeln, des Schulterblatts, des Rumpfes und der neuronalen Kontrolle abhängt. Ist die Hand schlaff oder schlecht kontrolliert, kann die Schulter überlastet, fehlgestellt oder subluxiert sein.
Die häufigsten Ursachen für Schulterschmerzen sind: eine fehlerhafte Lagerung der Hand, Zug an der Extremität beim Umlagern, fehlende Kontrolle des Schulterblatts, eine Subluxation, ein eingeschränktes Bewegungsausmaß, Spastik, Überlastung, eine Entzündung des periartikulären Gewebes, regionaler Schmerz sowie verfestigte Kompensationen.
Schulterschmerzen können die gesamte Handrehabilitation blockieren. Die betroffene Person hört auf, die Extremität zu bewegen, fürchtet sich vor Übungen, spannt den Körper an und schaltet die Hand immer stärker aus den Alltagstätigkeiten aus.
Deshalb muss in der Therapie der oberen Extremität von Anfang an auf Folgendes geachtet werden: eine sichere Lagerung, die Arbeit des Schulterblatts, die Rumpfkontrolle, ein Bewegungsausmaß ohne Schmerzprovokation, eine korrekte Sicherung, die Anleitung der Familie und das Vermeiden von Zug am Arm.