Symptome einer Schädigung des zentralen Nervensystems, z. B. nach einem Schlaganfall
Mariusz Dębski
Therapieergebnisse
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Schädigungen des zentralen Nervensystems (ZNS) entstehen am häufigsten infolge eines Schlaganfalls, von Entzündungen der Hirnstrukturen, von Tumoren oder eines erlittenen Schädel-Hirn-Traumas; sie können auch Teil einer Multiplen Sklerose oder der Parkinson-Krankheit sein.
Jede Gehirnhälfte überwacht und steuert die Aktivität der gegenüberliegenden Körperseite. Die Schädigung einer Gehirnseite führt zu einer Beeinträchtigung der gegenüberliegenden Körperseite – die linke Seite wirkt also auf die rechte Körperseite und umgekehrt. Diesen Zusammenhang erläutern wir ausführlicher in unserem Beitrag über die Hirnareale und Folgen der Hirnschädigung nach einem Schlaganfall. Eine Pathologie des zentralen Nervensystems verursacht eine Desorganisation im gesamten Organismus des Menschen, was aufgrund der motorischen und sensorischen Symptome mit einer erheblichen Einschränkung der Selbstständigkeit einhergeht.
Je nachdem, welcher Teil des ZNS geschädigt wurde, lassen sich verschiedene Anomalien im Bereich des Muskelsystems beobachten. Es können Gleichgewichts- und Gangstörungen, Hypotonie, Hypertonie, eine Lähmung oder eine Parese von Arm und Hand, Muskelschwund, gesteigerte Reflexe, Sensibilitätsstörungen sowie Spastik auftreten.
1. Veränderte Erregbarkeitsschwelle des Muskelsystems
Erregbarkeit ist die Fähigkeit, auf Reize zu reagieren. Infolge einer Hirnschädigung kann es zu einem Verlust der Hautempfindlichkeit oder des Berührungsempfindens auf der gelähmten Seite kommen. Bei Personen mit linksseitiger Halbseitenlähmung können Störungen des Körperschemas auftreten, die Unfähigkeit, die Extremität wahrzunehmen und ihren Ort im Raum zu bestimmen, sowie die Unfähigkeit, die Verbindung der Extremität zum übrigen Körper zu erfassen.
- Störung des Körperschemas und Schwierigkeiten, die Lage der Extremität zu bestimmen.
- Unfähigkeit, Bewegungen zu planen und einfache Aufgaben in der richtigen Reihenfolge auszuführen, etwa das Zubereiten von Tee.
- Unfähigkeit, mit Gegenständen umzugehen.
- Schwierigkeiten, eine korrekte Körperhaltung beizubehalten, etwa seitliche Neigung.
- Schwierigkeiten, rechts und links zu unterscheiden.
- Schwierigkeiten, sich in eine bestimmte Richtung zu bewegen.
- Unfähigkeit, in der Hand gehaltene Gegenstände bei geschlossenen Augen zu erkennen.
2. Spastik
Spastik ist eine Form der gesteigerten Muskelspannung. Sie ist gekennzeichnet durch eine Zunahme der Muskelspannung, die von der Geschwindigkeit der Muskeldehnung abhängt. In der Regel begleitet sie eine Parese und verstärkt so die Funktionsstörung der Extremität zusätzlich. Eine zu hohe Spannung macht freie Bewegungen unmöglich.
Ohne eine systematische, korrekt durchgeführte Rehabilitation – am besten im Rahmen neurologischer Rehabilitationsprogramme – kommt es zu einer pathologischen und dauerhaften Fehlstellung der Extremität, was zu einer Verkürzung der Muskeln, einer Versteifung der Gelenke und der Entstehung von Kontrakturen führt.
3. Rigor
Rigor ist eine gesteigerte Muskelspannung, die während der gesamten Dauer der Bewegung bestehen bleibt. Er wird unter anderem als charakteristisches Symptom der Parkinson-Krankheit beschrieben. In der Praxis bedeutet dies eine weitere Einschränkung der Bewegungsfreiheit und eine Verschlechterung der Funktion der Extremität.
Quellen
- Assiociazione Italiana, A. Follereau, Usprawnianie po udarze, ELIPSA-JAIM s.c., Kraków 2004, S. 18.
- P. Laidler, Rehabilitacja po udarze mózgu, S. 71-72, 233-234.
- Assiociazione Italiana. Amici di Raoul Follereau, Usprawnianie po udarze mózgu, ELIPSA-JAIM s.c., Kraków 2004, S. 155.
- I. Assiociazione, Usprawnianie po udarze, S. 156-157.
- T. Kmieć, Spastyczność – leczenie farmakologiczne, Opieka Paliatywna nad dziećmi, 2008, Tom XVI, S. 135.
- W. Dega, K. Malinowska, Rehabilitacja medyczna, Warszawa 1994, S. 440.
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