Informationen18. August 2018· 6 Min. Lesezeit

Viszerale Therapie nach einem Schlaganfall. Vorteile für den Patienten.

Neurologisches Rehabilitationszentrum NORMAN

Therapieergebnisse

Patienten sprechen über uns

Die viszerale Therapie (Eingeweidetherapie) – die Anwendung manueller Techniken an den inneren Organen: Leber, Darm, Nieren, Lunge usw.

Die viszerale Therapie hat zum Ziel:

  • die Normalisierung der Beweglichkeit,
  • die Beseitigung von Spannungen und Stauungen im Bauchraum, im Brustkorb und im Becken, um die Lage der Organe wiederherzustellen und ihre Wände und Zellen zu entspannen,
  • die Wiederherstellung des Raums für das ordnungsgemäße Funktionieren der mit dem gesamten System verbundenen vaskulären, faszialen, nervalen und lymphatischen Strukturen und damit die Verbesserung der Mikrozirkulation in ihren Bereichen.

Richtig angewendet, normalisiert die viszerale Therapie zahlreiche Prozesse des Stoffwechsels, der Entgiftung, der Resorption und der Beseitigung funktioneller Störungen. Die normalen physiologischen Funktionen der einzelnen Organe kehren zurück und aktivieren zugleich die natürlichen Selbstheilungsprozesse.

Der Bauch sollte weich, schmerzfrei, warm und ohne jegliche Hautveränderungen sein. Ähnlich verhält es sich mit dem Weichgewebe in anderen Bereichen, dessen Druckempfindlichkeit oder Beweglichkeit etwa während einer Massage oder einer Faszientherapie viel über den Zustand des Patienten aussagt.

Hautveränderungen, Spannung, Schmerzhaftigkeit oder ein „aufgeblähter“ Bauch sind Anzeichen für Störungen und Pathologien des viszeralen Systems. Langfristig treten Beschwerden in anderen Systemen auf: im Verdauungs-, Herz-Kreislauf-, Atmungs-, Immun-, Muskel-Skelett-, Nerven-, Harn- und psychosomatischen System, die sich mit kognitiven und emotionalen Störungen nach einem Schlaganfall überlagern können. Bevor der Körper mit den für sein ordnungsgemäßes Funktionieren notwendigen Substanzen versorgt wird, benötigt er ein reibungslos arbeitendes Verdauungssystem, das für die Verteilung, Speicherung, Aufnahme und Ausscheidung von Toxinen, Vitaminen, Mineralsalzen und Sauerstoff verantwortlich ist.

Man kann sagen, dass alle Organe und Systeme von einem ordnungsgemäß funktionierenden Verdauungssystem abhängen, das eine unserer Verteidigungslinien gegen äußere Einflüsse darstellt und Aufgaben der Speicherung, Aufnahme, Entgiftung und Ernährung erfüllt.

Um dies zu veranschaulichen, können wir das Beispiel der Leber heranziehen. Ihre grundlegenden Funktionen sind:

  • die Ausscheidung von Galle, die für die Fettverdauung benötigt wird und antibakterielle sowie entzündungshemmende Eigenschaften besitzt,
  • die Synthese und der Abbau von Cholesterin und Phospholipiden,
  • der Stoffwechsel von Kohlenhydraten und Eiweißen,
  • die Entgiftung und Deaktivierung von Hormonen sowie toxischen und körperfremden Substanzen wie Arzneimitteln, Alkohol, Cholesterin, Bakterien, Viren oder Toxinen,
  • die Speicherung und Aufnahme von B-Vitaminen, den Vitaminen A, D, E und K, Eisen und Glykogen,
  • die Regulierung des Zucker- und Glykogenspiegels im Blut,
  • die Gewährleistung einer normalen Blutgerinnung.

Wie man sieht, können bei einer gestörten Leberfunktion zahlreiche Beschwerden sowie Stoffwechsel- und Kreislauferkrankungen und ein Rückgang der Abwehrkräfte auftreten.

Lesen Sie auch, wie man mit Schmerzen nach einem Schlaganfall umgeht.

Eine Ultraschall- oder CT-Untersuchung zeigt nicht immer krankhafte Zustände der Organe. Oft können erst eine Palpationsuntersuchung oder das fachkundige Deuten vorhandener Symptome auf Störungen hinweisen. Bei der Leber können dies zum Beispiel Schnarchen, Hämorrhoiden und Krampfadern sein, aber nicht nur.

Auch die enge Nachbarschaft weiterer innerer Organe wie Zwerchfell, Darm oder Nebennieren verstärkt die gegenseitige Beeinflussung und die Kette der Abhängigkeiten zwischen allen Organen erheblich.

Viszerale Therapie – Indikationen für die viszerale Therapie

Die Indikationen für die viszerale Therapie sind sehr breit gefächert. Sie umfassen orthopädische, neurologische, degenerative, verdauungsbedingte, respiratorische, kardiovaskuläre, urologische, gynäkologische, schwangerschaftsbedingte, psychosomatische und schlaganfallbedingte Erkrankungen und Pathologien. Bei Patienten nach einem Schlaganfall stellt sie eine Ergänzung zu umfassenden neurologischen Rehabilitationsprogrammen dar.

Die viszerale Therapie hilft Patienten, die mit Beschwerden wie den folgenden zu kämpfen haben:

  • Kopfschmerzen,
  • Rückenschmerzen,
  • Bauchschmerzen,
  • Beckenschmerzen,
  • Gelenkschmerzen,
  • Schmerzen im Weichgewebe,
  • Nervenschmerzen,

Sowie posttraumatische, postoperative, akute und chronische Zustände wie:

  • Migräne,
  • Schwindel,
  • Bandscheibenerkrankung,
  • Ischias,
  • Krämpfe,
  • Reflux,
  • Blähungen,
  • Verstopfung,
  • Arthroskopien,
  • Schlaganfälle,
  • Ödeme,
  • Narben,
  • schmerzhafte oder unregelmäßige Menstruation,
  • Schlaflosigkeit,
  • Depression,
  • Schnarchen,
  • häufige Erkältungen,

Autor: Jacek Berestecki

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