Ischämischer Schlaganfall der linken Hirnhemisphäre mit rechtsseitiger Hemiparese und Aphasie – eine Fallstudie
Eigene Ausarbeitung des Neurologischen Rehabilitationszentrums NORMAN.
Diese Fallstudie stellt keine medizinische Beratung dar und ersetzt weder die Konsultation eines Spezialisten noch eine individuelle Diagnose. Bei Fragen zu Ihrem eigenen Gesundheitszustand wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder Physiotherapeuten.
Therapieergebnisse
Patienten sprechen über uns
Patientendaten
Geschlecht
Mann
Alter
70 Jahre
Hauptdiagnose
- ischämischer Schlaganfall der linken Hirnhemisphäre mit geringfügiger hämorrhagischer Transformation
- rechtsseitige Hemiparese
- sensomotorische Aphasie mit Zeichen einer Dysarthrie
- rechtsseitige homonyme Hemianopsie
- Zustand nach operativer Behandlung einer Stenose der linken Arteria carotis interna
Begleitdiagnosen
- arterielle Hypertonie
- Diabetes mellitus Typ 2
- Hyperlipidämie
- Zustand nach zweimaliger TIA mit Sehstörungen
- Zustand nach operativer Behandlung einer kritischen Stenose der rechten Arteria carotis interna
- rechtsseitige Hemihypästhesie
Funktioneller Zustand
In diesem Fall wird ein Patient nach einem ischämischen Schlaganfall der linken Hirnhemisphäre beschrieben, dessen Mechanismus im Artikel darüber, was ein ischämischer Schlaganfall ist, erläutert wird. Der Patient war wach, der verbale Kontakt war jedoch aufgrund der sensomotorischen Aphasie erheblich eingeschränkt. Er verstand einfache Aufforderungen und unternahm Versuche, dem Untersuchenden nachzusprechen, während das Verständnis langer und komplexer Aufforderungen gestört war.
Im funktionellen Zustand fiel eine rechtsseitige Hemiparese auf. Die rechte obere Extremität war gelähmt, was eine gezielte Handrehabilitation nach einem Schlaganfall erforderte, und in der rechten unteren Extremität wurde eine deutliche Abschwächung der Muskelkraft festgestellt. Beschrieben werden ein herabgesetzter Muskeltonus in den rechten Extremitäten, gesteigerte Reflexe auf der rechten Seite sowie ein pathologisches Zeichen auf der rechten Seite.
Festgestellt wurden zudem eine rechtsseitige Hemihypästhesie sowie eine rechtsseitige homonyme Hemianopsie. In der Untersuchung wurden ein vollständiger Umfang der Augenfolgebewegungen sowie die Fähigkeit, die Anzahl der gezeigten Finger in beiden Gesichtsfeldern durch eine Geste wiederzugeben, beschrieben.
Im Bereich der Kommunikation werden Störungen des Benennens, des Nachsprechens und der Sprechmotorik beschrieben, die den Patienten für eine Sprachrehabilitation nach einem Schlaganfall qualifizierten; die Natur dieser Defizite wird im Artikel über den Verlust der Sprache nach einem Schlaganfall (Aphasie) näher erläutert. Automatismen waren verfügbar. Es traten Zeichen einer Dysarthrie auf. Der Patient benötigte eine umfassende Betreuung und Pflege. Der Rumpf wurde als stabil beurteilt, es wurden Vertikalisierungsversuche durchgeführt.
Relevante medizinische Ereignisse
In diesem Fall wurde eine Stenose der linken Arteria carotis interna festgestellt, die operativ behandelt wurde. Nach dem Eingriff traten Schlaganfallsymptome in Form einer rechtsseitigen Hemiparese sowie einer Aphasie auf. Es wurden eine Revision der linken Arteria carotis interna mit Fixierung der Intimastufe sowie eine Arterienplastik mit einem Gefäßpatch durchgeführt.
Das MRT des Kopfes zeigte Herde eines akuten oder subakuten ischämischen Schlaganfalls, darunter einen ausgedehnten Herd in der linken Hirnhemisphäre mit Zeichen einer hämorrhagischen Transformation sowie mehrere kleine ischämische Herde auf der rechten Seite. In der Verlaufs-CT des Kopfes wurde ein Areal eines ischämischen Schlaganfalls in der linken frontoparietotemporalen Region mit Zeichen einer geringfügigen hämorrhagischen Transformation beschrieben.
Es wurden neurologische, logopädische, internistische, rehabilitative und psychiatrische Konsultationen festgestellt. Im Verlauf der Hospitalisierung wird eine Episode des Verlassens des Bettes und eines Sturzes beschrieben, nach der der Patient eine psychiatrische Beurteilung benötigte.
Zustand des Patienten nach Abschluss der stationären Behandlung
Nach Abschluss der stationären Behandlung bestanden erhebliche neurologische Folgen fort. Der Rankin-Wert wurde mit 4 und der NIHSS mit 15 bewertet. Weiterhin bestanden eine rechtsseitige Hemiparese, eine rechtsseitige Hemihypästhesie, eine rechtsseitige homonyme Hemianopsie sowie eine sensomotorische Aphasie mit Zeichen einer Dysarthrie.
Festgestellt wurden ein teilweise erhaltenes Verständnis einfacher Aufforderungen bei fortbestehenden erheblichen Schwierigkeiten in der verbalen Kommunikation. Der Patient benötigte eine weitere Betreuung, Pflege sowie die Fortsetzung der neurologischen Rehabilitation, darunter die Arbeit an der Parese der Hand und der oberen Extremität.
Weiterer Rehabilitationsverlauf
Nach Abschluss der stationären Behandlung wurde der Patient für die neurologische Rehabilitation qualifiziert.
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Neurologischer RehabilitationsaufenthaltIn diesem Fall beschriebene Symptome und Defizite
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